Prepaid-Tarife im Vergleich
Die besten Prepaid-Karten im Check

Die klassische Prepaid-Karte ist schon lange kein reines Notfallprodukt mehr. Heute bieten Prepaid-Tarife ähnliche Leistungen wie moderne Laufzeitverträge – inklusive 5G und Allnet-Flat. Der entscheidende Unterschied liegt im Abrechnungsprinzip: Du zahlst nur für Leistungen, die du vorab per Guthaben bezahlt hast. Es gibt keine Mindestvertragslaufzeit und keine bösen Überraschungen auf der Mobilfunkrechnung am Monatsende.
Das macht Prepaid-Tarife zur idealen Wahl für Kinder, Jugendliche, Senioren oder als flexiblen Zweittarif.
Vergleichen lohnt sich trotzdem, und zwar nicht nur bei den Prepaid-Tarifen untereinander, sondern auch mit monatlich kündbaren Handytarifen. Diese sind in fast allen Szenarien die bessere Wahl, ohne, dass du auf die Vorteile von Prepaid (Flexibilität, Kostenkontrolle etc.) verzichten musst.
Prepaid-Tarife im Vergleich
Der Prepaid-Markt bietet heute für jeden Nutzertyp das passende Modell. Vom reinen Prepaid-Basistarif über Prepaid-Jahrespakete bis hin zum Rundum-sorglos-Paket für ein ganzes Jahr lassen sich die Angebote in 4 Kategorien unterteilen – wobei Prepaid Unlimited aufgrund der sehr hohen Preise nicht empfehlenswert ist.
| Prepaid-Typ | Abrechnungsmodus | Zielgruppe | Besonderheiten |
| Klassischer Basistarif | Pro Minute / SMS (meist 9 Cent), Daten pro MB oder Tagesflat | Wenignutzer, Notfallhandys, Senioren | 0 € Grundgebühr. Kosten entstehen nur bei aktiver Nutzung |
| Prepaid-Kombipakete | Fester Preis für 4 Wochen (inkl. GB und oft Allnet-Flat) | Normalnutzer, Jugendliche, preisbewusste Smartphone-User | Guthaben muss alle 28 Tage für die Verlängerung vorhanden sein |
| Prepaid-Jahrestarife | Einmalige Zahlung für 365 Tage (inkl. festem Gesamt-Datenvolumen) | Gelegenheitsnutzer, Zweitgeräte, Autofahrer (für Navi) | Sehr komfortabel, da man sich ein ganzes Jahr nicht um Aufladungen kümmern muss |
| Prepaid Unlimited | Fester Preis für 4 Wochen (inkl. unbegrenzten GB und Allnet-Flat) | Heavy-User | Extrem teuer und deshalb nicht zu empfehlen |
Prepaid: Registrierung, Aufladen, Kostenfaktoren und mehr
Eine Prepaid-Karte unterscheidet sich in einigen Punkten vom normalen Handyvertrag. Das geht schon beim Kauf los, der auch bei Aldi an der Kasse möglich ist, über die Pflicht, dich mit einem Ausweis zu identifizieren bis zur Aufladung per SMS, Code, oder Überweisung.
Der 28-Tage-Abrechnungstrick bei Prepaid
Ein wichtiger Faktor bei fast allen Prepaid-Paketen ist der Abrechnungszeitraum. Die Anbieter rechnen hier nicht in Kalendermonaten ab, sondern im 4-Wochen-Rhythmus (28 Tage). Da das Jahr 365 Tage hat, zahlst du in einem Jahr nicht 12-mal, sondern 13-mal. Dadurch entstehen höhere Kosten, als es der vermeintliche Monatspreis vermuten lässt. Die gute Nachricht: Für maximale Vergleichbarkeit rechnet TARIFFUXX diese Werte auf Monatspreise um.
Prepaid-Guthaben-Gültigkeit und automatische Abschaltung
Ein Prepaid-Tarif läuft rein rechtlich nicht ab, allerdings verlangen die Anbieter eine regelmäßige Nutzung oder Aufladung. Erfolgt über einen längeren Zeitraum (je nach Anbieter unterschiedlich, ab 6 Monaten) keine Aktivität, wird die SIM-Karte vorübergehend gesperrt und schließlich deaktiviert.
Wichtig zu wissen: Dein aufgeladenes Guthaben darf laut Gesetz nicht verfallen. Bei einer Kündigung oder Abschaltung muss dir der Anbieter das Restguthaben kostenlos auszahlen.
Die gesetzliche Registrierungspflicht
Seit einigen Jahren kannst du eine Prepaid-Karte nicht mehr anonym kaufen und sofort nutzen. Jeder Käufer muss sich per Gesetz vor der Freischaltung identifizieren. Das funktioniert theoretisch direkt im Laden oder bequem von zu Hause aus per Video-Ident über die Webcam deines Computers oder deines Smartphones. Alles was du brauchst ist dein Ausweis.
Grundsätzlich können alle amtlichen Identitätsdokumente für die Freischaltung genutzt werden. Darunter fallen insbesondere deutsche und ausländische Personalausweise und Reisepässe, sowie Aufenthaltstitel und Ersatzpapiere für Flüchtlinge, wie etwa der Ankunftsnachweis oder die Aufenthaltsgestattung für Asylbewerber.
Wie du dein Prepaid-Guthaben aufladen kannst
Der Komfort von Prepaid-Tarifen steht und fällt mit den Aufladeoptionen. Hier haben die Anbieter in den letzten Jahren stark nachgebessert. Du hast heute folgende Möglichkeiten:
- Ladekarte oder Bon: Der klassische Weg über den Kauf eines Kassenbons mit einem Guthabencode im Supermarkt, Drogeriemarkt oder an der Tankstelle.
- Online-Aufladung: Direkt über die Website oder App des Anbieters mittels PayPal, Kreditkarte oder Sofortüberweisung.
- Automatische Aufladung: Hierbei verknüpfst du dein Bankkonto mit dem Tarif. Sobald dein Guthaben unter einen bestimmten Betrag (z.B. 5 €) fällt oder wenn die nächste Optionsgebühr fällig wird, bucht der Anbieter den Betrag automatisch ab. Damit verhält sich Prepaid fast wie ein normaler Vertrag.
Rufnummer vom Prepaid-Tarif mitnehmen
Wenn du deine Handynummer von einem Prepaid-Vertrag mitnehmen willst, benötigst du eine Prepaid-Verzichtserklärung. Da es bei Prepaid-Tarifen oft keine klassische Kündigung gibt, dient diese Erklärung gleichzeitig als Kündigung und beendet den Tarif mit der Rufnummernübertragung. Die Freigabe (Opt-in) ist meist 30 Tage gültig. Seit Ende 2021 ist die Portierung gesetzlich kostenlos. Verbleibendes Restguthaben verfällt nicht, sondern muss beim alten Anbieter separat zur Auszahlung beantragt werden.
Netzabdeckung und Surfspeed bei Prepaid
Das wichtigste bei einem Handytarif – egal ob Postpaid oder Prepaid – ist die Netzabdeckung deines Anbieters. Leider ist die in Deutschland in einigen Regionen immer noch mangehalft, und genau deshalb ist es unerlässlich, sich vor dem Kauf einer Prepaid-Karte über die Netzverfügbarkeit schlau zu machen.
- Hier geht's zur Netzabdeckung der Telekom.
- Die Netzabdeckung von Vodafone findest du hier.
- Wie gut die Netzabdeckung bei o2 ist, erfährst du hier.
- Zur Netzabdeckung von 1&1 gelangst du hier.
Bei der Bundesnetzagentur gibt's ebenfalls eine Kartenansicht mit Infos zu den Mobilfunknetzen. Und auch das Projekt Cellmapper hat eine Karte mit Messungen zu Download-Geschwindigkeiten im Mobilfunknetz zu bieten.
Die Downloadrate ist bei den 3 Netzbetreibern, die Prepaid anbieten (1&1 hat kein solches Produkt mehr) identisch. Bei o2 Prepaid, MagentaMobil Prepaid und Vodafone CallYa gibt's 300 Mbit/s. Anders sieht es bei den Prepaid-Tarifen aus, die nur das jeweilige Netz benutzen, aber nicht direkt von Telekom, Vodafone oder o2 sind: Hier liegt die Surf-Geschwindigkeit oft deutlich niedriger.
Ist das enthaltene Datenvolumen aufgebraucht, wird's – wie auch bei den Postpaid-Tarifen - arg langsam mit meist um die 64 Kbit/s. Löbliche Ausnahme ist hier o2 mit der Weitersurfgarantie. Die nach Verbrauch des Inklusivvolumens verfügbaren 1 Mbit/s sind noch einigermaßen praxistauglich fürs Surfen, Texten oder Navigieren.
Prepaid mit eSIM – Plastik, nein danke
Immer mehr Prepaid-Tarife unterstützen die eSIM. Eine Übersicht, wer dir dieses Komfort-Feature anbietet, geben wir dir hier:
Bei Prepaid zahlst du die Mobilfunkleistungen im Voraus durch das Aufladen von Guthaben. Bei Postpaid-Tarifen (klassischer Handyvertrag) nutzt du den Tarif zuerst und der Anbieter bucht die entstandenen Kosten am Monatsende bequem per Lastschrift von deinem Bankkonto ab.
Nein, Prepaid-Guthaben darf laut einem Gerichtsurteil nicht mehr verfallen. Wenn deine SIM-Karte wegen Inaktivität vom Anbieter gekündigt oder deaktiviert wird, hast du das Recht, dir das verbleibende Guthaben bar auf dein Bankkonto auszahlen zu lassen.
Ja, der sogenannte Basistarif (oft 9-Cent-Tarif genannt) hat keine feste Grundgebühr. Wenn du nicht telefonierst, keine SMS schreibst und mobile Daten deaktiviert hast, kostet dich der Tarif 0 € im Monat.
Ja, die Rufnummernmitnahme ist auch zu und von Prepaid-Anbietern jederzeit möglich. Die Mitnahme ist für dich gesetzlich garantiert komplett kostenlos. Oft gewähren Anbieter sogar einen Bonus, wenn du deine alte Nummer zu ihnen mitbringst.
Da es in Deutschland nur vier echte Netzbetreiber gibt (Telekom, Vodafone, o2, 1&1), nutzen alle Prepaid-Discounter eines dieser Netze. Zum Beispiel funkt ALDI TALK im Netz von o2, LIDL Connect im Netz von Vodafone und ja! mobil im Netz der Telekom.
Wenn am Tag der Tarifverlängerung nicht genügend Guthaben vorhanden ist, pausiert das gewählte Paket. Du wirst dann automatisch in den Basistarif ohne monatliche Grundgebühr zurückgestuft. Sobald du wieder ausreichend Guthaben auflädst, wird das Paket automatisch wieder aktiviert. Eventuell verlierst du dann aber einen Bonus, den dein Anbieter solange gewährt, wie du ununterbrochen dabei bleibst.
Klare Antwort: Nein, das ist nicht möglich, da jeder Mobilfunkanschluss registriert werden muss in Deutschland.
Sonderfälle und Alternativen zu Prepaid
Es muss nicht immer klassisches Prepaid sein - mit monatlich kündbaren Tarifen fährst du eventuell besser oder auch mit einem Jahrespaket. Letzteres ist auch ein Prepaid-Angebot, allerdings zahlst du hier für ein komplettes Jahr im Voraus. Wenn du wirklich erst einmal ohne finanziellen Invest testen willst, hol dir einfach eine kostenlose Karte.
Gratis Prepaid-Karten: Ja, aber ...
Wie, es gibt kostenlose Prepaid-Karten? Ja und nein! Denn im Netz kursieren verschiedene Vorstellungen, was denn eine Gratis Prepaid-Karte sein soll.
Der Netzbetreiber Vodafone (CallYa Freikarte) hat tatsächlich eine komplett kostenlose SIM-Karte in seinem Repertoire. Allerdings geht es hier nur um die Erstanschaffung: Die Zusendung erfolgt kostenfrei, wird dann aber telefoniert, fallen Gebühren an, die eine Aufladung bedingen. Der Wettbewerber o2 hatte seine Freikarte im Juli 2026 nach vielen Jahren gestrichen.
Darüber hinaus wird ein günstiges Prepaid-Startpaket häufig auch als rechnerisch kostenlos schöngerechnet. Das bedeutet, dass für die SIM-Karte zwar ein Anschlusspreis abgerechnet wird, auf der Karte selbst aber Guthaben zum Verbrauch in ähnlicher Höhe zur Verfügung steht, sodass die Anschaffung ergebnisneutral oder (in seltenen Fällen) sogar mit Gewinn ausfällt.
Und wenn es dann sogar noch einen Bonus für die Rufnummernmitnahme gibt, rechnet es sich so richtig. Im TARIFFUXX Prepaid-Vergleich sind diese Aktionen und Möglichkeiten für dich schon fertig aufbereitet.
Prepaid-Jahrespakete
Seit einigen Jahren haben sich im Prepaid-Markt sogenannte Prepaid-Jahrespakete etabliert, diese finden sich auch bei vielen Marken der Lebensmitteldiscounter wie ALDI Talk, LIDL Connect oder Penny Mobil. Mit diesem Langzeit-Prepaid gibst du dann einen Teil deiner Flexibilität wieder auf, erhältst dafür im Gegenzug aber lohnenswertere Paketpreise. TARIFFUXX zeigt dir Anbieter und Unterschiede solcher Tarife.
Alternative zu Prepaid: monatlich kündbar
Prepaid war vor vielen Jahren die einzige Möglichkeit, ohne Laufzeit einen Handyvertrag zu bekommen. Heute existieren sehr viele monatlich kündbare Handytarife, die nicht als Prepaid-, sondern als Postpaid-Angebot (also auf Rechnung per Abrechnung vom Bankkonto) daherkommen. Preislich (je nach Mobilfunknetz) sind solche Tarife überlegen, oftmals auch mit mehr Datenvolumen als Prepaid zu haben.
Aber: Die Datenrate ist in den meisten Fällen deutlich geringer und mitunter auf 25 oder 50 Mbit/s begrenzt. Für die meisten sollte das natürlich ausreichen, wer aber richtig schnell surfen will, ist bei den Prepaid-Angeboten der Netzbetreiber mit 300 Mbit/s besser aufgehoben.
Die TARIFFUXX-Empfehlung bei Prepaid-Tarifen: In den meisten Fällen fährst du mit einem monatlich kündbaren Tarif deutlich besser: Mehr Datenvolumen fürs Geld, absolut ausreichender Surfspeed und gleiche Flexibilität wie bei Prepaid. Außerdem geht die Rufnummernmitnahme einfacher, da keine Verzichtserklärung erforderlich ist.
Fazit: Prepaid hat Vor- und Nachteile
Zusammengefasst − das sind die Vorteile und Nachteile von Prepaid:
- Volle Flexibilität: Keine Vertragsbindung
- Volle Kostenkontrolle bei echtem Prepaid
- Auch bei schlechter Bonität erhältlich
- Hohe Datenraten bei Netzbetreiber-Angeboten
- Ohne Verzichtserklärung kein Anbieterwechsel mit Rufnummernmitnahme
- Prepaid-Pakete werden alle 4 Wochen abgerechnet (und nicht monatlich)
- monatlich kündbare Angebote oft mit besseren Preis-Leistungs-Verhältnis
- Identifizierungspflicht von Prepaid-Kunden, Informationsportal der Bundesnetzagentur zur Registrierungspflicht nach § 172 TKG, https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/OeffentlicheSicherheit/IdentverfahrenPrepaid/start.html, letzter Abruf am 12.06.2026
- Kostenfreie Rufnummernmitnahme seit Dezember 2021, Infoseite der Bundesnetzagentur zum neuen Telekommunikationsgesetz (TKG), https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/InternetTelefon/Wechsel/start.html, letzter Abruf am 12.06.2026
- Anbieterwechsel und Umzug, BMWI, Beitrag ohne Datum, https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/sicherheit/faqs-prepaid-regelung.pdf?__blob=publicationFile&v=3, letzter Abruf am 12.6.2026
- Gebühr für die Auszahlung von Guthaben bei Prepaidverträgen unzulässig, Verbraucherzentrale, Beitrag vom 25.9.2009, https://www.verbraucherzentrale.de/urteile/gebuehr-fuer-die-auszahlung-von-guthaben-bei-prepaidvertraegen-unzulaessig-13976, letzter Abruf am 7.7.2026
- § 59 Anbieterwechsel und Rufnummernmitnahme, TKG, https://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2021/__59.html, letzter Abruf am 7.7.2026
Bildquellen: KI-generiertes Symbolbild, © Google