Handytarife ohne Grundgebühr: Prepaid, Freikarten und versteckte Kostenfallen
Mobilfunkangebote ohne monatliche Grundgebühr sparen Fixkosten, wenn du nur selten telefonierst oder mobil surfst.

Ein Handytarif ohne Grundgebühr verursacht keine festen monatlichen Kosten. Das heißt aber nicht, dass der Tarif komplett kostenlos ist. Meist zahlst du nur dann, wenn du telefonierst, SMS verschickst, mobile Daten nutzt oder eine Tarifoption buchst. Für Wenignutzer, Zweitkarten, Kinderhandys, Seniorenhandys oder Geräte wie Tracker und Alarmanlagen kann das sinnvoll sein.
Die wichtigste Form ist heute Prepaid ohne Grundgebühr. Daneben gibt es kostenlose SIM-Karten, Freikarten, Testkarten, eSIM-Angebote und einzelne Sondermodelle mit dauerhaft kostenlosen Leistungen. Entscheidend ist nicht der Begriff „gratis“, sondern die Frage: Welche Kosten entstehen bei Nutzung?
einmalig
pro Monat
- Ein Tarif ohne Grundgebühr hat keine monatlichen Fixkosten. Du zahlst also nicht automatisch jeden Monat einen festen Betrag nur dafür, dass die SIM-Karte aktiv ist. Kosten entstehen erst durch Nutzung oder durch gebuchte Optionen.
- Wer nach „kostenlose SIM-Karte“, „Gratis SIM-Karte“, „Handykarte ohne Grundgebühr“ oder „Tarif ohne monatliche Kosten“ sucht, sollte deshalb nicht nur auf 0 € achten. Wichtiger sind Minutenpreise, Datenpreise, Optionslaufzeiten und Regeln zur Inaktivität.
Handytarife ohne Grundgebühr im Überblick
Prepaid als wichtigste Lösung
Prepaid ist die häufigste Form eines Handytarifs ohne Grundgebühr. Du lädst Guthaben auf und verbrauchst es nur, wenn du den Tarif aktiv nutzt. Eine lange Vertragsbindung gibt es in der Regel nicht.
Das Modell ist optimal, wenn du vor allem erreichbar sein willst. Für ein Kinderhandy, Seniorenhandy, Zweithandy oder Notfalltelefon reicht oft ein einfacher Prepaid-Basistarif. Ohne gebuchtes Paket fallen keine monatlichen Kosten an.
Der Nachteil: Einzelpreise können bei regelmäßiger Nutzung teuer werden. Meist werden 9 Cent pro Minute oder SMS berechnet. Wer häufiger telefoniert und ein bisschen mobil surft, ist mit einer günstigen Allnet-Flat mit 5 GB oder einem Prepaid-Paket mit monatlicher Inklusivleistung meist besser bedient. Besonders mobile Daten ohne Datenoption können schnell Guthaben verbrauchen.
(Laufzeit) Laufzeit
(Mobilfunknetz)
- (Platzhalter für ersten Aktionstext)
- (Platzhalter für zweiten Aktionstext)
- (Platzhalter für dritten Aktionstext)
Grundgebühr
Bonus
Einmalig
XX,XX €
XX,XX €
X,XX €
Durchschnitt
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XX,XX €
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Kostenlose SIM-Karten, Freikarten und Testkarten
Kostenlose SIM-Karten und Freikarten sind meist Prepaid-Karten ohne Kaufpreis und ohne monatliche Grundgebühr. Du bekommst eine SIM-Karte oder eSIM mit eigener Rufnummer, zahlst aber bei aktiver Nutzung. Testkarten haben einen anderen Zweck: Sie bekommst du vom Netzbetreiber, damit du die Netzqualität und die einzelnen Leistungen für kurze Zeit ausprobieren kannst.
Oft kommen die SIMs bereits mit Datenvolumen und Telefonie-Flatrate. Vor der Bestellung solltest du prüfen, ob der Test automatisch endet, ob eine Kündigung nötig ist und ob danach ein kostenpflichtiger Tarif startet. Eine kostenlose SIM-Karte ist also vor allem ein günstiger Einstieg, nicht automatisch ein dauerhaft kostenloser Handytarif.
Dauerhaft kostenlose Mobilfunktarife
Dauerhaft kostenlose Mobilfunktarife gibt es nur vereinzelt. Einige werden sich an die Telefónica-Marke netzclub erinnern. Hier gab es monatlich 200 MB, SMS und Telefonieminuten wurden mit 9 Cent abgerechnet. Theoretisch sollte man Werbung zugeschickt bekommen, de facto war das aber kaum der Fall.
Solche Angebote gibt es seit dem Ende von netzclub fast nicht mehr. GMX hat mit FreePhone ein derartiges Produkt im Sortiment, hier bekommst du 3 GB im Monat kostenlos, musst aber mindestens 10 x im Monat in der GMX-App aktiv sein.
Kostenlose eSIM-Angebote
Eine eSIM ist keine eigene Tarifart, sondern eine digitale SIM-Karte. Sie wird auf ein geeignetes Smartphone, Tablet oder eine Smartwatch geladen und muss nicht per Post verschickt werden.
Das ist praktisch für Testkarten, Zweitnummern oder eine schnelle Aktivierung. Kostenlos ist dadurch aber nur die Bereitstellung, wenn der Anbieter sie gratis anbietet. Der Tarif selbst kann trotzdem Kosten verursachen, sobald du ihn nutzt oder eine Option buchst. eSIMs sind unter anderem auch für kurzzeitige Auslandsaufenthalte praktisch, hier kann man viel Geld sparen, da du nur für die Nutzung während des Urlaubs zahlst.
Ein Sonderfall ist hier satellite, ein VoIP-Angebot der sipgate GmbH. Hier kannst du ohne SIM und ohne Grundgebühr monatlich 100 Minuten telefonieren. Du bekommst hier eine deutsche Mobilfunknummer, kannst aber auch deine bisherige mitbringen.
Du telefonierst in alle satellite Staaten zu den gleichen Konditionen, egal ob Festnetz oder Mobilfunk. Wer dich auf deiner satellite Nummer anruft, zahlt seinen normalen Tarif für deutsche Mobilfunknummern .
- eSIM bedeutet nicht automatisch ohne Grundgebühr! Wenn du bei Telekom, Vodafone, Drillisch und Co. eine eSIM bestellst, bedeutet das nur, dass die keine physische SIM zugeschickt wird.
Daten-SIMs ohne Grundgebühr
Daten-SIMs sind ausschließlich für mobiles Internet gedacht. Sie kommen in Tablets, portablen Routern, GPS-Trackern, Alarmanlagen oder anderen Geräten zum Einsatz.
Eine Prepaid-Daten-SIM lohnt sich, wenn nur selten Daten übertragen werden. Beispiele sind ein Router im Ferienhaus oder ein Tracker im Auto. Bei regelmäßiger Nutzung ist ein festes Datenpaket meist besser kalkulierbar und auch günstiger.
Besondere Vorsicht gilt bei Geräten ohne Display. Sie können im Hintergrund Daten verbrauchen, ohne dass du es sofort bemerkst. Datenlimits, Sperren oder Verbrauchswarnungen sind deshalb sinnvoll.
Alternativ kann sich schon ein kostengünstiger Datentarif mit Grundgebühr lohnen.
Kostenfallen bei Tarifen ohne Grundgebühr
- Automatische Optionen: Viele Prepaid-Optionen verlängern sich automatisch, wenn genug Guthaben vorhanden ist. Das ist praktisch, kann aber überraschen. Wer eine Option nur einmal nutzen will, sollte direkt prüfen, wie sie abbestellt wird.
- Mobile Daten ohne Paket: Smartphones verbrauchen Daten auch im Hintergrund. Messenger, E-Mail, Wetter-Apps, Systemdienste und Updates können dein Guthaben belasten, ohne dass du aktiv surfst. Wenn kein Datenpaket gebucht ist, solltest du mobile Daten deaktivieren oder ein Datenlimit setzen.
- Testaktionen mit Folgekosten: Bei Testkarten zählt vor allem, was nach dem Testzeitraum passiert. Manche Angebote enden automatisch. Andere müssen aktiv von dir gekündigt werden oder wechseln in einen kostenpflichtigen Tarif.
- Inaktivität und Deaktivierung: Prepaid-Karten können bei langer Nichtnutzung gekündigt oder deaktiviert werden. Für Notfallhandys, Seniorenhandys oder Geräte im Auto ist das besonders wichtig. Eine Karte, die im Ernstfall nicht mehr aktiv ist, erfüllt ihren Zweck nicht.
- Restguthaben: Nicht verbrauchtes Prepaid-Guthaben muss bei Vertragsende grundsätzlich ausgezahlt werden. Anders kann es bei Bonus- oder Aktionsguthaben aussehen. Wer eine Prepaid-Karte kündigt oder deaktiviert bekommt, muss die Auszahlung aktiv anfordern.
- Werbung und Datenschutz: Bei Gratis-Angeboten kann die Finanzierung über Werbung, App-Nutzung oder Plattformbindung laufen. Prüfe deshalb, welche Einwilligungen nötig sind, welche Daten verarbeitet werden und ob sich Bedingungen ändern, wenn du eine Einwilligung widerrufst.
Tarif ohne Grundgebühr zum Parken einer Handynummer
Vielleicht hast du eine alte Nummer, von der du dich nicht trennen willst, möchtest aber dennoch eine neue Telefonnummer? Oder du willst deinen bisherigen Vertrag beenden und wartest nur noch auf das eine, besonders günstige Angebot, bei dem du fürs Mitbringen deiner Nummer einen dicken Bonus bekommst?
Dann kann ein Tarif ohne Grundgebühr die richtige Wahl sein, wir haben dir hier alle Infos dazu zusammengestellt:
Fazit zu Handytarifen ohne Grundgebühr
Handytarife ohne Grundgebühr gibt es auch in Zeiten großer Unlimited-Flats noch. Die beste Lösung ist meist Prepaid: keine monatlichen Fixkosten, flexible Nutzung und gute Kostenkontrolle. Für Wenignutzer, Zweitkarten, Kinder, Senioren und Notfallgeräte kann das sehr sinnvoll sein.
Kostenlose SIM-Karten, Freikarten und Testkarten sind vor allem ein günstiger Einstieg oder eine Möglichkeit zum Netztest. Dauerhaft kostenlose Tarife und kostenlose eSIM-Angebote gibt es ebenfalls, sie sind aber seltener und oft an Bedingungen geknüpft.
Der Nachteil dieser Tarife liegt auf der Hand: Ohne monatliche Zahlung verschenken die Anbieter selten etwas. Die Minutenpreise sind hoch und ans Surfen sollte man erst gar nicht denken. Denn bei Preisen von mehreren Cent pro MB ist das Guthaben schon nach einem längeren YouTube-Video aufgebraucht. Kurz gesagt: Sobald du deinen Tarif auch nur ein bisschen nutzt, lohnt sich eine günstige Allnet-Flat. Die gibt's bereits ab 5 € im Monat - und dafür kannst du mit einem grundgebührbefreiten Tarif gerade mal ein paar Minuten telefonieren und ein paar WhatsApp (ohne Bilder) versenden.
- Prepaid-Restguthaben nach Vertragsende auszahlen lassen: so geht’s, Beitrag ohne Datum, https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/prepaidrestguthaben-nach-vertragsende-auszahlen-lassen-so-gehts-23828, letzter Abruf am 29.5.2026
- Bundesnetzagentur – Neue Kundenrechte, Beitrag ohne Datum, https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/NeueKundenrechte/start.html, letzter Abruf am 29.5.2026
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