Mobilfunkkarte der Bundesnetzagentur: Einheitliche Netzkarte mit Netzabdeckung – aktualisierte Daten aus dem Dezember 2025 (5G-Abdeckung: 95,29%)
Über das Mobilfunk-Monitoring das passende Mobilfunknetz finden (Gigabit Grundbuch)
15.12.2025 11.06.2026, 15:50 Uhr aktualisiert
Im Oktober 2020 hatte die Bundesnetzagentur (BNetzA) einen neuen Verbraucher-Service gestartet − und wird damit zum Herausgeber einer Mobilfunkkarte für Deutschland, auf der du den Netzstatus an bestimmten Standorten nachverfolgen kannst.
Das Besondere: Die BNetzA führt nicht nur die Netzabdeckungskarten der jeweiligen Netzbetreiber zusammen, sondern prüft die Daten mit Ergebnissen aus der Funkloch-App (Breitbandmessung) gegen.
Im sogenannten Mobilfunk-Monitoring kannst du dann online im „Gigabit-Grundbuch“ nachschlagen, wie gut das jeweilige Netz ausgebaut ist, und das sowohl für die 4G/LTE- als auch 5G-Netzabdeckung. Durch laufende Aktualisierungen zeichnet sich ein immer aktuelleres Abbild der Mobilfunkversorgung in Deutschland.
Die Mobilfunkkarte der Bundesnetzagentur zeigt die Netzabdeckung für Deutschland für alle Netzbetreiber (Telekom, Vodafone, o2/Telefónica Deutschland, 1&1)
In die Darstellung fließen die Prüfdaten der Breitbandmessung-App (Funkloch-App) ein
Die Netzabdeckungskarte umfasst seit Ende 2021 auch 5G und wird regelmäßig aktualisiert, ist aber nicht tagesgenau
Seit 13.6.2024 wurde die Mobilfunk-Karte um 5G Standalone erweitert
Die letzte Aktualisierung der Daten stammt ➜ aus dem Dezember 2025 (verzögerte Darstellung): Die 5G-Netzabdeckung liegt (kombiniert) bei 95,29% (Oktober 2025: 94,95%, April 2025: 94,23%, Oktober 2024: 93,21%, April 2024: 91,99%).
Mobilfunkkarte der BNetzA nutzen
Hier einmal der wichtige Link zur Mobilfunkkarte der Bundesnetzagentur:
Das Mobilfunkmonitoring, mit dem die Daten nachjustiert werden, zeigt unter anderem auch (gut versteckt) die Flächenversorgung nach Mobilfunknetzbetreiber (siehe PDF).
Für Festnetz-Angebote zeigt dir folgende Karte, der sogenannte Breitbandatlas, die aktuelle Versorgung an.
Netzabdeckungskarte: Der einheitliche Mobilfunk-Atlas für Deutschland
Der große Vorteil des Mobilfunk-Monitorings durch die BNetzA besteht darin, die Netzbetreiber-Abdeckungskarten zusammenzuführen und somit zu vereinheitlichen.
Du musst also nicht die einzelnen Netztests der Fachmagazine CHIP, CONNECT oder ComputerBILD parallel aufschlagen oder die Online-Netzkarten von Telekom, Vodafone und o2-Telefónica, sondern kannst dich über eine einzige Netzkarte orientieren.
Es geht also zum einen um eine Harmonisierung und Zusammenführung verfügbarer Daten zum Handynetz in Deutschland, um transparentere Entscheidungen bei der Tarifwahl treffen zu können.
Was ist die Mobilfunkkarte der Bundesnetzagentur?
Die Mobilfunkkarte der Bundesnetzagentur ist eine einheitliche Netzkarte, die die Netzabdeckung der Netzbetreiber in Deutschland zeigt. In die Darstellung fließen zudem Verbraucherwerte zu Providern aus der Breitbandmessung-App ein.
Wie lässt sich die Mobilfunk-Netzabdeckung prüfen?
Die Mobilfunk-Netzabdeckung für Deutschland kann einerseits über die einzelnen Online-Netzkarten der Netzbetreiber geprüft werden, andererseits aber auch über den kuratierten Service der Bundesnetzagentur. Die sogenannten Mobilfunkkarte ist frei verfügbar, die Daten werden regelmäßig aktualisiert und zeichnet somit ein leicht zeitverzögertes Abbild der Mobilfunkversorgung hierzulande.
Flächenversorgung nach Mobilfunk-Netzbetreiber (Dezember 2025)
Ganz interessant ist die (versteckte) Auswertung über die Flächenversorgung durch die jeweiligen Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland. Insgesamt (über alle 4 Netzbetreiber) lag die zuletzt gemessene 5G-Versorgung bei 95,29%.
Spannend(er) ist aber die jeweilige ➜ Einzelauswertung, weil du ja bei einer Tarifwahl nicht alle Netze zur Verfügung hast (Stand: Dezember 2025), sondern dich auf ein Netz festlegen musst.
Allerdings wird die Datenbasis dafür nicht täglich, sondern in zeitlichen Abständen (»regelmäßig« ist nicht fest definiert) aktualisiert, was auch zugleich ein wenig das Manko der Mobilfunk-Netzkarte darstellt: Sie zeigt kein Echtzeit-Netzbild.
Ungeduldige oder diejenigen, die es ganz (tages)genau wissen möchten, sollten also am besten immer noch die einzelnen Online-Netzkarten der Netzbetreiber einzeln konsultieren.
Generell dürfte die Zusammenstellung der BNetzA als unbestechlich gelten, zumal auch noch weitere Nutzerdaten mit einfließen.
Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur: Geprüfte Netzabdeckung in Deutschland
Die BNetzA beschreibt den Hintergrund ihrer Mobilfunk-Karte wie folgt:
Die interaktive Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur zeigt die aktuelle Mobilfunkversorgung in Deutschland aus Verbraucherperspektive. Die Angaben für die Mobilfunk-Karte stellen die drei Betreiber der öffentlichen Mobilfunknetze Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland nach Vorgaben der Bundesnetzagentur bereit. Wir prüfen diese Daten unter anderem mit den Ergebnissen der Funkloch-App auf Plausibilität und Vergleichbarkeit. Zusätzlich werden sie anhand von eigenen Messungen durch den Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur stichprobenartig überprüft. Am Ende ergibt sich ein transparentes Bild zur Flächenversorgung mit Mobilfunk in Deutschland.
Breitbandmessung: Funkloch-App-Daten fließen mit in die Mobilfunkkarte ein
Es geht also nicht nur um Vereinheitlichung bzw. Vereinfachung für Verbraucher, sondern auch um Transparenz und Nachprüfbarkeit.
Dafür erfasst die Bundesnetzagentur ja mit der Breitbandmessung-App (auch als Funkloch-App bekannt, Daten dazu in der Funklochkarte einsehbar) die Mobilfunkleistungen einzelner Anbieter und lässt diese dann mit in die Mobilfunkkarte zu einem größeren Gesamtbild einfließen.
Die FAQ geben darüber Aufschluss:
Die Angaben der Netzbetreiber werden von der Bundesnetzagentur mithilfe der Daten der Funkloch-App validiert. Um die Qualität der Berechnungsmodelle der Netzbetreiber zu überprüfen, werden eigene stichprobenhafte Messungen durch den Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur herangezogen.
Die Daten könnten auch eine Grundlage dafür bieten, künftig Preisminderungen leichter durchsetzen zu können, wenn das Netz schlechter als versprochen ist.
Als weitere Alternative zur Mobilfunk-Netzkarte der BNetzA mag neben den Originalquellen der Netzbetreiber noch das Open-Source-Projekt cellmapper genannt werden.
Über ➜ diese Karte (mittlerweile leider stark mit Werbung verstopft) steht dir eine Übersicht über die aktuelle Funkmastenverteilung zur Verfügung. Mitunter können die Standorte ja Aufschluss über die Mobilfunkversorgung geben.
Mobilfunk-Monitoring-Karte nach Anbieter
Letztlich ist die einheitliche Mobilfunkkarte für Deutschland durch die Bundesnetzagentur aber das Hilfsmittel der Wahl, um vor einem Handytarife-Vergleich bewusst bestimmte Handynetze auszuschließen.
Und wenn es noch einen Schritt weitergehen soll: Durch den Jahresbericht zur Breitbandmessung der Bundesnetzagentur wird dokumentiert, wo in Deutschland welche versprochene Leistung (Downloadrate) wirklich erzielt wird.
Nutz also diese Karte, um dich nicht nur Netzbetreiber-, sondern auch anbieterseitig zu informieren.
Glossar zum Thema Mobiles Breitband, https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Frequenzen/OeffentlicheNetze/Mobilfunknetze/mobilfunknetze-node.html, letzter Abruf am 1.3.2023
Mobilfunkexperte und im Business Development für die Entwicklung praxisnaher Vergleiche zuständig. Schreibt über Tarife, Smartphones und Verbraucherthemen – kritisch, fundiert, fair und aus Nutzerperspektive. Hat seine Rufnummer bisher bei jedem Anbieterwechsel mitgenommen. Nutzt ein iPhone.