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Warten auf Glasfaser: So umgehst du die 24-Monats-Falle

05.10.2026 05.10.2026, 14:34 Uhr aktualisiert

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Der Flyer im Briefkasten und die Plakate in deinem Ort: Glasfaser kommt! Doch von dieser Ankündigung bis zum ersten Aha-Erlebnis mit Highspeed-Internet an deinem Router dauert es leider oft Jahre.

Doch was tun, wenn Glasfaser zwar schon angekündigt, aber an deiner Adresse noch nicht buchbar ist? Genau dann wird die Tarifwahl knifflig: Du brauchst einerseits einen Internetanschluss, willst dich aber nicht für 24 Monate an DSL binden – denn wer weiß, wann Glasfaser tatsächlich verfügbar sein wird.

So überbrückst du die Wartezeit bis Glasfaser

Ein Flex-Tarif kann diese Lücke schließen, doch hier gilt, es einige Punkte zu beachten, wenn man die Wartezeit bis zum Glasfaserstart günstig und trotzdem mit schnellem Internet überbrücken will.

Erst die echte Verfügbarkeit prüfen

Ausbauankündigung und Buchbarkeit sind zwei grundverschiedene Dinge. Manchmal liegt Glasfaser schon in der Straße, aber noch nicht im Haus. Manchmal ist zwar der Hausanschluss vorbereitet, aber die Wohnung noch nicht angeschlossen. Für deinen Tarif zählt nur, ob FTTH an deiner Adresse konkret bestellbar ist – oder eben nicht.

Prüfe deshalb die Verfügbarkeit direkt beim Anbieter oder über den TARIFFUXX Festnetz-Vergleich. Dort siehst du, welche Zugangstechnologie für deinen Internetzugang infrage kommt: DSL, Glasfaser, Kabel oder ein Mobilfunk-Homespot.

Laufzeit wichtiger als Aktionspreis

Wenn Glasfaser in deinem Wohngebiet absehbar kommt, ist ein neuer DSL-Vertrag mit 24 Monaten Mindestlaufzeit nicht die optimale Lösung. Ein günstiger Einstiegspreis hilft dir wenig, wenn du nach wenigen Monaten auf Glasfaser wechseln könntest, aber noch lange im alten Vertrag steckst.

Prüfe deshalb zuerst die Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist. Hast du einen schnell kündbaren DSL-Vertrag gefunden, kannst du nach dem Monatspreis, der eventuellen Routermiete, der Anschlussgebühr und vor allem nach der Grundgebühr nach einer möglichen Werbeaktion schauen.

Router nicht vorschnell kaufen

Für DSL benötigst du einen ein VDSL- oder Supervectoring-Router. Für FTTH brauchst du dagegen einen Glasfaser-Router oder ein Glasfasermodem mit passendem Router – also komplett andere Hardware. Wenn du also ohnehin vorhast, zeitnah auf Glasfaser zu wechseln, ist der Kauf eines DSL-Routers nicht sinnvoll. Alle Anbieter haben aber ohnehin Router zur Miete im Programm, die günstigen Einsteigermodelle sind oft sogar kostenlos beim DSL-Vertrag dabei.

Wechsel erst starten, wenn FTTH buchbar ist

Sobald Glasfaser an deiner Adresse verfügbar ist, kannst du den Wechsel anstoßen. Bei einem Anbieterwechsel sollte immer der neue Anbieter die Kündigung koordinieren. Wenn DSL und Glasfaser beim selben Anbieter laufen, entfällt dieser klassische Anbieterwechsel.

Welche DSL-Flex-Tarife kommen als Übergang infrage?

Nicht jeder Flex-Tarif eignet sich gleich gut als Brücke bis zum Glasfaseranschluss. Die wichtigsten Unterschiede liegen bei Mindestlaufzeit, Anschlusskosten, Telefonie und der Frage, ob derselbe Anbieter später auch Glasfaser an deiner Adresse liefern kann.

Bei der Telekom ist MagentaZuhause Flex eine vollwertige Festnetzlösung mit Internet und Telefonie. Die Tarife sind monatlich kündbar und ohne Aufpreis gegenüber den vergleichbaren MagentaZuhause-Tarifen buchbar. Für den Übergang solltest du aber den hohen Bereitstellungspreis von regulär 69,95 € einrechnen.

Bei o2 heißen die monatlich kündbaren DSL-Tarife Home Flex, meist haben sie eine höhere monatliche Grundgebühr als Laufzeitangebote. Aktuell nennt o2 einen Anschlusspreis von 9,99 € statt regulär 49,99 €.

1&1 geht einen Zwischenweg. DSL Flex hat zunächst 3 Monate Mindestlaufzeit, und erst danach kannst du monatlich kündigen. Das ist weniger frei als ein echter Monat-zu-Monat-Tarif, aber immer noch deutlich flexibler als 24 Monate. Die Anschlussgebühr liegt hier bei 49,95 €.

Vodafone hat keine monatlich kündbaren DSL-Verträge am Start. Willst du mit diesem Anbieter die Wartezeit bis zu deinem neuen Glasfaseranschluss überbrücken, kannst du auf den GigaCube Flex 200 GB zurückgreifen. Dieser wird über Mobilfunk realisiert, kostet aber auch 49,99 € Anschlusspreis.

congstar fällt in diesem Vergleich durch die sehr einfache Tariflogik auf: Glasfaser kostet genauso viel wie DSL, obwohl es deutlich mehr Leistung bietet. Die Zuhause-Flex-Tarife sind Internet-only (Achtung, keine Festnetz-Telefonie!), monatlich kündbar und nutzen das Telekom-Netz. Im Bestellprozess wird automatisch geprüft, ob an deiner Adresse DSL oder Glasfaser verfügbar ist. Wenn du heute DSL brauchst und später bei FTTH-Verfügbarkeit wechseln möchtest, ist das ein klarer Vorteil.

Warum sich der spätere Wechsel auf Glasfaser lohnt

DSL nutzt auf der letzten Strecke Kupferleitungen. Mit VDSL sind im Privatkundenbereich bis zu 250 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload möglich. Bei Glasfaser bis ins Haus oder in die Wohnung, also FTTH, sind deutlich höhere Up- und Downloadraten drin.

Der Upload-Unterschied fällt vor allem bei Cloud-Backups, großen Foto- und Videodateien, vielen Videocalls oder mehreren parallelen Nutzern auf. Nehmen wir congstar als Beispiel: DSL bietet maximal 40 Mbit/s Upload, Glasfaser dagegen je nach Tarif bis zu 500 Mbit/s. Das Hochladen der Fotos und Videos aus dem letzten Urlaub benötigt bei 10 GB Gesamtgröße mit DSL im günstigsten Fall 35 bis 40 Minuten. Mit 500 Mbit/s im Glasfaser-Upload vergehen gerade mal knapp 3 Minuten.

Hinzu kommt: Wenn dein DSL-Anbieter auch Glasfaser im Programm hat, ist der Wechsel am einfachsten, da nur die Zugangsart geändert wird, nicht aber der Anbieter. Im Idealfall ist der Glasfaserpreis auch noch genauso hoch (oder niedrig) wie die DSL-Grundgebühr, so etwa bei congstar.

Häufige Fragen zum Thema: Wartezeit Glasfaser überbrücken
Kann ich erst DSL buchen und später auf Glasfaser wechseln?

Ja, sofern dein Anbieter beide Techniken anbietet. congstar ist dafür ein Beispiel.

Stehe ich beim Glasfaserwechsel ohne Internet da?

Bei einem sauber geplanten Anbieterwechsel sollte das nicht passieren. Der neue Anbieter koordiniert in der Regel die Kündigung. Wenn du innerhalb desselben Anbieters die Technik wechselst, hast du keine Probleme zu erwarten.

Kostet ein DSL-Flex-Tarif mehr als einer mit 24 Monaten Laufzeit?

Ja, das ist bei einigen Anbietern der Fall. Manche verlangen bei DSL-Flex-Tarifen eine höhere monatliche Grundgebühr oder einen höheren Einmalpreis.

Ist Glasfaser immer teurer als DSL?

Nein. Viele Glasfasertarife sind zwar aufgrund der besseren Leistung teurer positioniert, aber nicht alle. Bei congstar kosten DSL und Glasfaser beispielsweise gleich viel.

Brauche ich für Glasfaser einen neuen Router?

Ja. Ein reiner DSL-Router funktioniert für FTTH nicht. Du benötigst einen Glasfaser-Router oder ein Glasfasermodem mit passendem Router.

Was mache ich, wenn sich der Glasfaserausbau verzögert?

Dann hilft ein Tarif ohne lange Laufzeit. Du nutzt DSL oder eine andere verfügbare Technik weiter und prüfst später erneut, ob Glasfaser buchbar ist.

Fazit: Überbrücken ja, aber ohne lange Restlaufzeit

Wenn Glasfaser noch nicht buchbar ist, eignet sich ein Flex-Tarif perfekt, um die zeitliche Lücke zu schließen. Achte hierbei aber unbedingt auf die eventuell höhere Grundgebühr und die Höhe des Anschlusspreises. Beim Router empfehlen wir entweder ein bestehendes Gerät zu nutzen oder auf den Leih-Router des Anbieters zurückzugreifen.

Telekom, o2, 1&1 und congstar bieten flexible Modelle mit unterschiedlichen Stärken. Besonders einfach ist die Lösung, wenn DSL und Glasfaser beim selben Anbieter verfügbar sind.

Quellen

Bildquellen: KI-generiertes Symbolbild, © congstar