Neuer Breitband-Bericht: Festnetz stabil, doch Mobilfunk-Upload enttäuscht
Der neue Jahresbericht Breitbandmessung der Bundesnetzagentur zeigt ein ambivalentes Bild für Deutschland
18.06.2026
Die Bundesnetzagentur hat ihren zehnten Jahresbericht zur Breitbandmessung vorgelegt. Während die Werte im Festnetz weitgehend stabil bleiben, zeigt der Mobilfunk trotz fortschreitendem 5G-Ausbau eine empfindliche Schwachstelle: Die Upload-Raten hinken den Kundenwünschen hinterher – und das keineswegs nur auf dem Land.
Schonmal erlebt? Du stehst mitten in der City, willst ein hochauflösendes Video verschicken oder an einer beruflichen Videokonferenz teilnehmen, und der Ladebalken bewegt sich kaum. Der am 18. Juni 2026 veröffentlichte Jahresbericht der Bundesnetzagentur zur Breitbandmessung liefert nun die offizielle Bestätigung für dieses Alltagsärgernis.
Obwohl der 5G-Standard mittlerweile mehr als die Hälfte aller mobilen Messungen (55,3 Prozent) für den Jahresbericht ausmacht und beim Download oft die vertraglichen Versprechungen erfüllt, sieht es beim Datenversand düster aus. Die Upload-Raten im Mobilfunk sind nach wie vor sehr dürftig – selbst in den deutschen Ballungsräumen, wo die Netzabdeckung eigentlich am höchsten ist. Während Netzbetreiber gerne mit Gigabit-Geschwindigkeiten im Download werben, bleibt der Upload das Stiefkind der Mobilfunk-Infrastruktur.
Festnetz stabil, Mobilfunk mit Licht und Schatten
Für den Bericht (Zeitraum 2024/2025) wertete die Behörde die Messungen von tausenden Endkunden aus, die ihre Anschlüsse per Desktop-Anwendung oder der App „Mobilfunk-Check“ (ehemals Breitbandmessung/Funkloch-App) prüften.
Im Festnetz bleibt das Bild konstant: Rund 85,9 Prozent der Nutzer erhielten mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Download-Geschwindigkeit. Bei immerhin 45,9 Prozent kam die Leistung voll oder sogar übertroffen an.
Im Mobilfunk profitiert der Download spürbar vom 5G-Ausbau. Das Problem bleibt jedoch die Asymmetrie: Da die Tarife meist auf hohe Downloads ausgelegt sind und die Netze in den Städten stark ausgelastet sind, bricht die Sendeleistung (Upload) für den einzelnen Nutzer massiv ein.
Selbst in NRW mit vielen Großstädten lag der Upload im Schnitt nur bei 8,38 MBit/s. Am schnellsten ging es in diesem Bundesland bei der Telekom mit 14,62 Mbit/s, am längsten musste man für einen Upload bei Vodafone warten mit durchschnittlich 4,35 Mbit/s.
Schlusslicht beim Upload war 2024/25 das Saarland mit im Schnitt 4,78 Mbit/s.
Beim Download liegen naturgemäß die Städte unter den Bundesländern vorn: Berlin erreichte 49,17 MBit/s, Bremen 47,21 Mbit/s und Hamburg 47,01 MBit/s im Durchschnitt.
An dieser Stelle bietet sich ein Blick auf den aktuellen Markt an: Entspricht dein aktueller Tarif noch deinen Anforderungen oder zahlst du zu viel für zu wenig Leistung?
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Auch für den passenden Festnetztarif bist du bei TARIFFUXX richtig. Bei uns kannst du direkt nach Eingabe deiner Adresse prüfen, welche Zugangsart (beispielsweise Glasfaser oder DSL) zur Verfügung steht und was der aktuell günstigste Festnetztarif für dich ist.
Die Zahlen der Bundesnetzagentur sind das eine – doch was tun, wenn das eigene Internet dauerhaft langsamer als versprochen ist? Seit der Neuregelung durch das Telekommunikationsgesetz haben Verbraucher handfeste Rechte. Wenn der Anbieter nicht liefert, was im Vertrag steht, kannst du den monatlichen Preis mindern oder den Vertrag vorzeitig kündigen.
Mit der offiziellen App „Breitbandmessung Nachweisverfahren Mobilfunk“ lässt sich eine Minderleistung rechtssicher protokollieren.
Messkampagne starten: Du musst insgesamt 30 Messungen durchführen.
Zeitraum einhalten: Diese Messungen müssen auf fünf unterschiedliche Kalendertage verteilt werden (jeweils 6 Messungen pro Tag).
Abstände beachten: Zwischen den Blöcken muss an jedem Messtag eine Pause von mindestens drei Stunden liegen.
Nach Abschluss generiert die App ein offizielles Messprotokoll. Weicht die Geschwindigkeit erheblich und regelmäßig vom Vertrag ab, kannst du dieses Protokoll direkt beim Anbieter einreichen, um eine Preisminderung einzufordern.
Spezialist für Smartphones, Mobilfunk- und Festnetztarife sowie alles rund um IPTV und Streaming. Als Online-Redakteur behält er für die Leser von TARIFFUXX den Durchblick im Tarifdschungel und gibt profunde und praxisnahe Einschätzungen. Mindestens 2 seiner 3 Smartphones laufen mit Android.
Unterstützt als Allrounder die Aufbereitung und Ausgestaltung von Verbraucherthemen nach redaktionellen Vorgaben. Hilft bei Struktur, Leserführung und verständlichen Formulierungen. Prüft kritisch und ordnet fachlich ein. Hat zwar noch nie einen Tarif abgeschlossen, aber schon viele Fakten eingeordnet.