Telekom Rückgabedeal: Lohnt sich das wirklich?

10.09.2026

Die Telekom bietet Smartphones ab sofort mit einem neuen Rückgabedeal an. Dabei sinkt die monatliche Rate, da der Kunden einen vorher festgelegten Restbetrag erst am Ende der Laufzeit zahlen muss. Einen echten Preisvorteil gibt es aber nicht automatisch.

Klartext von Christopher, TARIFFUXX

Der Rückgabe-Deal der Telekom ist nichts komplett Neues, bei congstar gibt es bereits etwas Vergleichbares. Die niedrigere Monatsrate erscheint auf den ersten Blick verlockend, dennoch dürfte der Preisvorteil deutlich unter dem liegen, was man auf Portalen wie eBay für ein gut erhaltenes, 2 Jahres altes Smartphone bekommt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Versprechen: Die Telekom nimmt das alte Gerät entgegen, und der Kunde zahlt dadurch geringere Monatsraten
  • Laufzeiten von 24 oder 36 Monaten sind möglich
  • congstar nutzt ein ähnliches Modell bereits seit 2025
  • Der garantierte Rückgabewert muss nicht dem späteren Marktwert entsprechen

So funktioniert das Modell

Beim Kauf legt die Telekom einen Rückgabewert deines Smartphones fest. Dieser Betrag wird als Schlussrate behandelt und reduziert die monatlichen Raten.

Nach 24 oder 36 Monaten kannst du:

  • das Smartphone zurückgeben und die Schlussrate sparen
  • das Gerät behalten und die Schlussrate bezahlen

Behältst du das Smartphone, zahlst du laut Telekom insgesamt genauso viel wie beim klassischen Ratenkauf.

Das Prinzip gibt es bei congstar schon

Neu ist die Idee nicht. Die Telekom-Tochter congstar bietet seit 2025 einen sehr ähnlichen Rückgabedeal an. Auch dort reduziert ein festgelegter Rückkaufwert die laufenden Raten. Nach Ende der Laufzeit kannst du das Gerät zurückgeben oder die Schlussrate bezahlen und es behalten.

Vodafone und O2 bieten ebenfalls Gerätefinanzierungen an, derzeit aber ohne einen vergleichbaren garantierten Rückgabewert mit Schlussrate.

Lohnt sich der Telekom Rückgabedeal?

Der größte Haken steckt im Rückgabewert. Wer ein gut erhaltenes Smartphone nach 2 oder 3 Jahren selbst verkauft, kann auf Plattformen wie eBay unter Umständen deutlich mehr erzielen.

Das ist kein ungewöhnlicher Effekt: Auch klassische Ankaufportale wie ReBuy oder MySwooop zahlen normalerweise weniger als sich bei einem privaten Verkauf erzielen lässt. Dafür übernehmen sie Prüfung, Abwicklung und das Risiko des späteren Weiterverkaufs.

Beim Telekom-Deal tauschst du deshalb mögliche zusätzliche Verkaufserlöse gegen Bequemlichkeit und einen bereits beim Kauf feststehenden Rückgabewert.

Liegt die Schlussrate beispielsweise bei 300 €, dein Smartphone lässt sich nach 2 Jahren privat aber noch für 450 € verkaufen, wäre die Rückgabe wirtschaftlich die schlechtere Wahl. Dann könntest du die Schlussrate bezahlen, das Gerät selbst verkaufen und 150 € mehr erlösen.

Umgekehrt schützt dich der Deal davor, dass der Marktwert überraschend stark fällt. 

 
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