CONNECT Festnetztest 2026: Telekom nicht mit höchster Punktzahl
27.10.2026 27.10.2026, 13:16 Uhr aktualisiert
Neben dem CONNECT Mobilfunk-Netztest (erscheint zum Ende eines jeden Jahres) gibt es mit dem CONNECT Festnetztest noch eine weitere anerkannte Prüfserie im Festnetzsektor des Fachmagazins.
Die Telekom gewinnt den CONNECT Festnetztest 2026 unter den bundesweiten Anbietern mit 953 von 1.000 Punkten und erstmals der Note „überragend“. Bei den regionalen Anbietern liegt Deutsche Glasfaser mit 963 Punkten vorn. Alle weiteren getesteten Anbieter erhalten ein „sehr gut“. Für die Tarifwahl lohnt sich neben der Gesamtnote ein Blick auf die einzelnen Stärken und die verfügbaren Anschlüsse an deiner Adresse.
Die Telekom erreicht das beste Gesamtergebnis. Sie führt bei der Verbreitung leistungsfähiger Anschlüsse und beim Upload; die beste Latenzwertung teilt sie sich mit 1&1. Wer Telekom-Festnetzangebote vergleicht, sollte dennoch auf die vor Ort buchbare Anschlussart und Geschwindigkeit achten: Die Gesamtnote gilt nicht automatisch für jeden einzelnen Anschluss.
Vodafone erzielt die höchste Downloadwertung der bundesweiten Anbieter. Dahinter liegt 1&1 mit nur 2 Punkten Abstand und der knapp besten Stabilitätswertung dieser Gruppe. Beim Vergleich der Vodafone-Festnetzangebote und 1&1-Festnetzangebote lohnt sich deshalb der Blick auf den konkreten Tarif, statt allein auf die Platzierung.
o2 Telefónica erreicht ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis. Der Abstand zwischen dem ersten und letzten Platz beträgt bundesweit lediglich 19 von 1.000 Punkten. o2-Festnetzangebote kommen damit ebenso in die Auswahl, wenn Leistung, Verfügbarkeit und Kosten am eigenen Wohnort stimmen.
Deutsche Glasfaser erreicht die höchste Gesamtpunktzahl im deutschen Testfeld. Bei den regionalen Anbietern führt das Unternehmen bei Verbreitung und Upload. Deutsche-Glasfaser-Angebote sind daher eine Vergleichsmöglichkeit, sofern der Anschluss an deiner Adresse verfügbar ist.
PYUR folgt auf Platz 2 und erzielt innerhalb der regionalen Gruppe die beste Downloadwertung. wilhelm.tel liegt bei der Latenz vorn, M-net bei der Stabilität. Auch EWE und NetCologne erhalten insgesamt ein „sehr gut“. Regionale Angebote können die Auswahl somit sinnvoll erweitern.
CONNECT und der Testpartner umlaut werten Messdaten aus, die mit Zustimmung der Nutzer über Apps auf Smartphones und Tablets erhoben werden. Für den Festnetztest werden WLAN-Verbindungen ausgewertet und dem jeweiligen Anbieter zugeordnet. Ergänzend finden aktive Geschwindigkeitsmessungen statt.
Die Bewertung umfasst 5 Bereiche:
Download: Wie schnell Daten aus dem Internet geladen werden
Upload: Wie schnell etwa Fotos, Videos oder Dateien ins Netz gelangen
Latenz: Wie schnell die Verbindung reagiert, beispielsweise beim Onlinegaming
Stabilität: Wie zuverlässig Verbindungen und Datenübertragungen funktionieren
Verbreitung: Wie sich leistungsfähige Anschlüsse geografisch verteilen
Download, Upload und Latenz haben das größte Gewicht. Die Gesamtnote ist damit eine Bewertung der Netzleistung, kein Vergleich von Preisen, Vertragsbedingungen oder Kundenservice.
Was bedeutet das Ergebnis für deinen Internetvertrag?
Der Test liefert Orientierung, ersetzt aber keinen Vergleich an deiner Adresse. Die Messwerte hängen auch davon ab, welche Anschlussarten und Geschwindigkeiten die Kunden eines Anbieters tatsächlich nutzen. Ein hoher Anteil schneller Glasfaser- oder Kabelanschlüsse beeinflusst das Ergebnis ebenso wie viele langsamere Tarife im Kundenbestand.
Auch die beiden Ranglisten sollten getrennt betrachtet werden: Bundesweite Anbieter versorgen ein anderes Gebiet und einen anderen Anschlussbestand als regional tätige Unternehmen. Aus den 963 Punkten von Deutsche Glasfaser und den 953 Punkten der Telekom lässt sich deshalb keine pauschale Überlegenheit an jedem Wohnort ableiten.
Spezialist für Smartphones, Mobilfunk- und Festnetztarife sowie alles rund um IPTV und Streaming. Als Online-Redakteur behält er für die Leser von TARIFFUXX den Durchblick im Tarifdschungel und gibt profunde und praxisnahe Einschätzungen. Er begleitet die Entwicklungen in der Telco-Branche seit mehr als 30 Jahren als Journalist und Moderator.